Über das Projekt

Dieser Blog ist ein Versuch, eine Zeit in meinem Leben einzufangen, in der alles im Wandel ist und kritischer gedacht wird. Eine Zeit in der ich mich gegen den Leistungsdruck meiner Fakultät und für Natur, Literatur und noch mehr Politik entschieden habe. Für Präsenz, mehr Offenheit in meinen Begegnungen und weniger Gnade, für die Suche und Unsicherheit, für das Demaskieren und das Unbequeme, für mehr Tränen und mehr Intensität. Als solcher ist er auf fünf Monate angelegt. Ich kann nicht voraussehen, ob er nach einer Woche aufgegeben oder in einem Jahr noch bestehen wird und auch nicht, wieviel Politik ich am Ende in ihn einfließen lassen möchte und mit dieser Entscheidung für sie auch mehr Entblößung meiner Person.

Hier schreibe ich über das Leben in Südnorwegen, über Veganismus in Berlin, über Feminismus und DIY. Hinter den Zeilen steht eine, die aktuell straight edge lebt, Kleidung und Humor schwarz, ihren Tee aber weiß bevorzugt, Kategorien hinterfragen will und beginnt, sich als queer, nicht in ihrem Sein, sondern im Handeln, zu verstehen. Eine, die sex- und BDSM-positiv ist und das Politische in der Wissenschaft nutzen möchte.

Der Blog soll anderen Veganer*innen in einem Land helfen, das ihnen nicht wohlgesonnen ist. Und er soll mir helfen, dieses Übermaß an Eindrücken zu verarbeiten. Ich habe seit über einem Jahr nichts Literarisches mehr geschrieben und alle bisherigen Beiträge lesen sich für mich furchtbar ungelenk – ich bin gespannt, wie lange es brauchen wird, einen Stil für mich und diese Plattform zu finden.

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Über das Projekt