Unpolitisch gibt es nicht

Gleich drei Umzüge standen in diesem Monat an:

Von Norwegen ging es zurück ins ruppige Berlin, von der WG einer meiner Beziehungen für mehr Raum zum Vermissen zurück in meine eigene Wohnung und den Blog habe ich im gleichen Atemzug auch wieder umgesiedelt.

Was bleibt? Rastlosigkeit und Unbehagen. Jede Menge Schlaflosigkeit und Euphorie. Fremdsein in Berlin, ein sehr langsames Ankommen und Sortieren. Viel, viel Drang zu Veränderung.

Es geht wieder los mit der Politik, mit der Suche nach Lohnarbeit und all den Projekten, die ich in Norwegen geplant habe und die jetzt, grausam genug, umgesetzt werden wollen oder als gescheitert anerkannt.

Und dann immer wieder die Feststellung, wie anspruchsvoll diese Wechsel sind. Zurückkommen ist so viel schwieriger als Weggehen. Träume und Ziele in die Realität transportieren, keine Ausreden mehr, das raubt die Nerven.

Was den Blog betrifft…bin ich nachlässig geworden. Das liegt auch daran, dass er mich genervt hat in den letzten Wochen in seiner Bedeutungslosigkeit. Zu viel Selbstpräsentation, zuviel Hipsterunfug, zu wenig Kritik, Politik und Literatur. Zu viel Kitsch und Pathos.

Ob sich das ändern lässt? Mehr Inhalt, mehr queerfeministische Themen, mehr DIY und Politik? Schaumerma, würde meine Oma sagen.

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