Gerade bin ich wieder sehr Ökomädchen. Ich recherchiere, plane und freu mich wie benommen darüber, dass meine Sprossen immer weiter wachsen und es Kleie, Linsen und Zuckerrübensirup in meiner WG gibt. Und ich freu mich noch mehr auf das erste richtige Licht in Berlin und die fest geplanten Obst-, Rucola- und Wildkräutersammelnachmittage mit Freund*innen. Falls ihr die Seite noch nicht kennt: mundraub.org hilft euch, in eurer Stadt nach frei verfügbaren essbaren Pflanzen zu suchen. Mich macht der Gedanke ans Einkochen, Gärtnern und an verschlafenen Sonntagen über Flohmärkte mit alten tollen Teekannen, antiautoritären Erziehungsratgebern und queeren Aufnähern ganz wuselig und hoffnungsvoll.

Mir ist vollkommen verständlich, weshalb Frau Liebe sich derart über einen Haufen Würmer in Kuhscheiße freuen konnte. Die Gedanken drehen sich jedenfalls immer wieder um bewussteren Konsum, darum, mehr selbstzumachen, mehr zu reparieren und darum, Fähigkeiten zu entwickeln und Menschen zu finden, die das ähnlich handhaben und mit politischer Aktion und linksradikalem Denken verbinden.

 

öko

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4 Gedanken zu “

  1. Mina schreibt:

    Ich komm mir ja schon etwas seltsam vor, wenn ich fast jeden deiner Einträge kommentiere, aber du schreibst so viel zu den Dingen, die mir auch durch den Kopf gehen… Antiautoritäre Erziehungsratgeber, was liest du denn da so? Auch, wenn beides nicht wirklich Erziehungsratgeber sind, ich mochte „Am Anfang war Erziehung“ von Alice Miller und, trotz vieler Kritikpunkte (u.a., die klare Einteilung in „Jungen“ und „Mädchen“, die er vornimmt und die Tatsache, dass er aufgrund dieser Zuteilung ganz selbstverständlich davon ausgeht, dass andere Verhaltensweisen typisch sind. Oh, und dass er das Thema „Arbeit“ ständig als so etwas positives, erstrebenswertes erwähnt) , A.S. Neill’s Summerhill. Jean Liedloff’s „Auf der Suche nach dem verlorenen Glück“ fand ich auch sehr gut (bestimmt gibt es auch da Kritikpunkte, aber das habe ich vor so langer Zeit gelesen, dass ich mich nicht mehr erinnere).

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    1. Ich mag Deine Kommentare wirklich gern :)
      Tatsächlich kann ich Dir zu kritischer Erziehungsliteratur gerade gar keine so klugen Tipps geben, ich schnupper da gerade nur immer mal wieder rein. Aber ein paar Dinge der Seite das gewünschteste Wunschkind mag ich sehr gerne und in einem meiner liebsten queerfeministischen Läden in Berlin gab es ganz großartige Comics/Malbücher, an die ich mich mindestens Geschlechterrollenkritisch, vielleicht auch disability- und race-bewusst erinnere. Die finde ich gerade nicht online, weißt Du vielleicht, was ich meine?

      Wenn Dich mehr Literatur für Kinder interessiert schau mal, ob Du bei den Tierbefreiern online noch den Artikel von Andre Gamerschlag findest. Es gab vor Kurzem eine Ausgabe der Zeitschrift zum Verbinden von Tierrechtsaktivismus mit Elternsein, in Andrés Beitrag gibt’s eine richtig gute Auflistung und Kurzrezensionen von Kinderbüchern mit Tierrechts- und Tierbefreiungshintergrund!

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  2. Am Handy las ich nun gerade in schlechter Qualität über Dein Bild mit den Stichworten und verstand nur „Mooncupsprossen“. Das ging mir dann doch etwas zu weit ;-)

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