Ruhiger, doch nicht still.

Welche Worte könnte ich finden nach dieser Pause?

Sprechen vom Voyeurismus, der Abneigung und der Verarbeitung. Von dieser angstfreien Konfrontation mit dem Tod. Von der Überforderung durch das Kleinste. Wenig davon fühlt sich angemessen an, für keine der beteiligten Seiten in diesem Prozess – also bleibt es wie immer: Ich schreibe zum Aufarbeiten, für mich und die Hoffnung und das leise Surren im Hintergrund, das Andere vermuten lässt. Und ich schreibe ebenso unbarmherzig und wenig rücksichtsvoll.

Lebensgefahr bedeutet, für mich, mehr Härte, mehr Offenheit, weniger Tamtam und weniger Verständnis für das Belanglose. Die Kombination aus Isolation, Sensibilität für die kleinen Momente, aber Desinteresse an Alltagssorgen macht mich gerade zu einer miserablen Gesprächspartnerin, schätze ich ;)

Lebensgefahr bedeutet auch eine Perspektivenverschiebung. Auf ungesunde Beziehungen, echte Wünsche, die tatsächlich Dir selbst gehören, Geld, Pläne, auch die, die Du für nicht verhandelbar gehalten hast.

Vielleicht sollte ich, der Verarbeitung wegen und weil alles Persönliche für mich als Introvertierte in dieser Situation noch viel mehr Kraft zieht als sonst, einfach noch mal von vorne beginnen mit meiner Mär. Mut zur Offenheit, wenn wenig verloren werden kann und ungerichtetes Hoffen oder Resignation sich in eine sehr nüchterne Klarheit verändert haben.

Begleitest Du mich dabei ein wenig?

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Ein Gedanke zu “Ruhiger, doch nicht still.

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