Stille

Den eigenen Körper wieder aneignen – für mich heißt das: Das Septum wieder stechen lassen, mich aktiv gegen eine Perücke (ich möchte doch gerade diesem Körper wieder Vergebung schenken, nicht ihn verbergen) und für die Rasur meines Haars entscheiden, zurückfinden zu dem, was immer wieder kommt und genauso oft in Vergessenheit gerät: Wälder, Wind, alte Bäume, eigene Rituale. Gänzlich fern von Esoterik, mehr…die Welt in der größtmöglichen Intensität und Nähe spüren. Ein aufrichtiges Annehmen, kein religiös eingeredetes. Sich bewusst wieder zulassen, dem Trauma begegnen, Wohlwollen.

Sehr viel Zwang ist unbemerkt von meinen Schultern geglitten. Alles wirklich Wichtige ist erreicht: Menschen berührt, verändert und für meine Themen sensibilisiert haben. Alles was gerade noch kommt ist dankbares Genießen, nichts, was um jeden Preis noch erledigt werden müsste. Befreiend.

Ich habe Lust auf Wildkräutersammeln und erwarte Island in größter Sehnsucht.

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