Sieben Sachen 07.02.2016

Immer wieder sonntags…bei mir weiterhin unregelmäßig und wie es gerade passt: 7 Bilder oder Beschreibungen von Sachen, für die ich in letzter Zeit meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.

Schwierig diesmal, weil ich in den letzten Tagen die meiste Zeit chemobreit im Bett mit meiner Übelkeit und der Fatigue verbracht habe, langsam wird es wieder besser. Vielleicht werde ich in den nächsten Tagen mehr erzählen zum aktuellen Stand.

garderobe

Erneut und erfolgreich nach einem (bereits abgebrochenen, klar) Ast gesucht und die versprochene Waldgarderobe mit meinem Liebsten gebaut.

kanelbullar

Endlich mal wieder kanelbullar, Zimtschnecken, gebacken, nach meinem liebsten Rezept, das Wilderdbeere in einem schwedischen Campingguide fand.

buch3

Geschrieben, etwas. Wenig in letzter Zeit, weil die Ereignisse sich wieder einmal überschlagen.

 

Nicht in Bildern dokumentiert:

Reproarbeit.

Mich in Adobe Premiere gefuchst.

Advertisements

Sieben Sachen 31.01.2016

Immer wieder sonntags…na, bei mir weiterhin unregelmäßig und wie es gerade passt: 7 Bilder oder Beschreibungen von Sachen, für die ich in letzter Zeit meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.

blume

Eine Teeblume beim Entfalten geholfen.

14

Die Haut über der neuen Tinte gepflegt. Viel Schwarz, norwegischer Wald und viel Gekritzeltes. Ich hab mich verliebt in das Motiv. Gestochen wurde es in Eigenverantwortung und gründlicher Überlegung. Es ist sehr schlüssig, dem eigenen Körper in den körperlich und mental heftigen Prozessen einer Chemotherapie diesen Stress nicht zuzumuten, schon gar nicht, wenn die Blutwerte mies sind und das Immunsystem akut in Mitleidenschaft geraten ist. Und doch habe ich mich für diese Wunde entschieden – weil es mein Körper ist und ich allein darüber bestimmen werde. Die Risiken im Blick und sorgfältig abgewogen. Hätte ich eine Krankheit, die diese oder jene Zeit hochanstrengende Behandlung nach sich zöge, bis es irgendwann wieder weniger Medikamente braucht und die Prognose besser wäre, hätte ich mit diesem Wunsch gewartet auf entspanntere Zeiten. In meinem Fall wird es das eher nicht geben, also setze ich den Traum um und sorge danach entsprechend intensiv für mich. Netter Nebeneffekt: Selbstbestimmung und die psychisch sehr heilsame Erfahrung eines Schmerzes, der sofort weg ist sobald die Nadel nicht mehr in die Haut eindringt. Fabelhaft, ich weiß nicht, wann ich mich zum letzten Mal Schmerzen so wenig ausgeliefert erleben durfte.

karte

Einem Herzensmenschen eine Karte geschrieben.

buch2

Überhaupt: Wieder mehr geschrieben.

henna

Henna angerührt.

patches

Patches aufgenäht.

Gezeichnet, nicht vorzeigbar.

 

Und ihr so?

Grauhörnchen zum Chai

Ab und an mach‘ ich ja tatsächlich auch noch Dinge selber. Vor zwei Jahren habe ich in einem kleinen Berliner Lädchen einen Stoff gefunden, der mich nicht mehr losgelassen hat: Baumwolle mit Grauhörnchen!

Vor anderthalb Jahren sind daraus dann ein Babylätzchen und eine Kissenhülle entstanden. Baumwolle mag ich einfach, immerhin kann meine zickige Privileg Nähmaschine damit umgehen ohne mich dabei zu frustrieren ;) Dazu guten Tee und Sólstafir und der Nachmittag ist ein guter geworden.

IMG_0762

Habt ihr mehr Ideen für die kleinen Reste des Stoffes, die geblieben sind?

Gerade bin ich wieder sehr Ökomädchen. Ich recherchiere, plane und freu mich wie benommen darüber, dass meine Sprossen immer weiter wachsen und es Kleie, Linsen und Zuckerrübensirup in meiner WG gibt. Und ich freu mich noch mehr auf das erste richtige Licht in Berlin und die fest geplanten Obst-, Rucola- und Wildkräutersammelnachmittage mit Freund*innen. Falls ihr die Seite noch nicht kennt: mundraub.org hilft euch, in eurer Stadt nach frei verfügbaren essbaren Pflanzen zu suchen. Mich macht der Gedanke ans Einkochen, Gärtnern und an verschlafenen Sonntagen über Flohmärkte mit alten tollen Teekannen, antiautoritären Erziehungsratgebern und queeren Aufnähern ganz wuselig und hoffnungsvoll.

Mir ist vollkommen verständlich, weshalb Frau Liebe sich derart über einen Haufen Würmer in Kuhscheiße freuen konnte. Die Gedanken drehen sich jedenfalls immer wieder um bewussteren Konsum, darum, mehr selbstzumachen, mehr zu reparieren und darum, Fähigkeiten zu entwickeln und Menschen zu finden, die das ähnlich handhaben und mit politischer Aktion und linksradikalem Denken verbinden.

 

öko

Shampoofläschchentäschchen

Und gleich noch ein Verweis auf ein Tutorial, nämlich das von Blanca, die beschreibt, wie ihr aus Shampooflaschen kleine Boxen machen könnt. Vielleicht auch was als Geschenkverpackung? Mag ich :)

Guten Abend,

seit die Temperaturen wieder erträglicher sind, habe ich auch wieder mehr kreative Energie. Und das tut so gut!

Nach wie vor experiementiere ich mit der Verarbeitung von Materialien, die für gewöhnlich weggeworfen werden bzw. nicht in erster Linie zum Basteln oder Nähen gedacht sind. Diesmal zeige ich euch ein flinkes DIY für mit ohne Nähmaschine ;)

shampoo7

Ursprünglichen Post anzeigen 47 weitere Wörter

I want to start a zine!

Zines sind für mich ein wunderbarer Weg, andere Menschen direkt, kreativ und wenig abschreckend politisch zu erreichen. Und weil ich gerade dabei bin, eines zu planen und etwas sehnsüchtig an Zinefestivals denke, möchte ich euch eine Anleitung dafür da lassen :)

The Radical Uprise gibt euch hier Tipps zur Gestaltung eines Zines. Mag ich, sehr.

Macht ihr mit? Gab es eins, das euch besonders im Gedächtnis geblieben ist? Weshalb?